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Ameisenbären leben in Süd- und Mittelamerika und lassen sich in drei Gattungen einteilen. Der kleinste Vertreter dieser Gruppe ist der Zwergameisenbär. Er ist gerade einmal 18 bis 21 cm lang und lebt fast ausschließlich auf Bäumen. Der Tamandua ist ein mittelgroßer Ameisenbär. Er ist 54 bis 88 cm lang und lebt sowohl auf Bäumen, als auch am Boden. Der Große Ameisenbär kann bis zu 140 cm lang werden und lebt auf dem Boden. Allerdings klettert auch er, aus noch nicht vollständig erforschten Gründen, gelegentlich an Bäumen hoch. Wie der Name schon sagt, ernähren sich Ameisenbären fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Alle Ameisenbärenarten sind Einzelgänger und geraten in sozialen Stress, wenn sie gemeinsam mit anderen Ameisenbären in einem Gehege gehalten werden. In typischer Ameisenbärenmanier tragen die weiblichen Tiere ihr Junges knapp ein Jahr lang auf dem Rücken.

Da es immer wieder zu Verwechslungen kommt...

Der Ameisenbär hat an und für sich ein recht markantes Erscheinungsbild und einen ebenso markanten Namen. Umso überraschender ist es, dass es dennoch ausgesprochen häufig zu Verwechslungen mit anderen Tieren kommt. Man müsste doch eigentlich annehmen, dass es ein solches Tier nicht noch einmal mit ähnlicham Habitus geben müsste. Bei etwas genauerer Betrachtung ist es auch so.

Angefangen hat vieles, nicht alles, mit Eberhard Storeck, der nicht nur für eine Welle von Verwechslungen sorgte, sondern dem armen Tier auch noch einen schlechten Ruf einbrachte. Der gute Mann hat die deutschsprachige Synchronisation des rosaroten Panthers erstellt und dabei die blaue Elise geschaffen. Im Original heißt sie nämlich Aardvark (Erdferkel) und ist männlich. Der Ameisenbär heißt im Englischen Anteater. Da beides mit einem "A" beginnt, beide Tiere Ameisen fressen und beide eine lange Nase haben, war eine Verwechslung natürlich zu befürchten. So wie man Kühe und Kamele ebenfalls leicht verwechseln kann, da beide Gras fressen, eine ähnlich lange Nase haben und mit K beginnen... Jedenfalls sind Ameisenbären und Erdferkel ansonsten sehr unterschliedliche Tiere, die außerdem auf unterschiedlichen Kontinenten Leben. Der Ameisenbär in Amerika, das Erdferkel in Afrika.

Neben dem Erdferkel gibt es auch einen Nasenbär, dessen Name zu Verwechslungen führen kann. Vielleicht überfordert das ungewöhnliche Aussehen des Ameisenbären die Menschen aus Europa, so dass sie sich lediglich an der langen Nase orientieren und somit jedes Tier, das auch nur den Begriff Nase im Namen trägt, für einen Ameisenbären halten. Es handelt aber auch hierbei um unterschiedliche Tiere. Die Gemeinsamkeiten sind ein einer Hand abzuzählen und wer einmal einen Nasenbär gesehen hat, wird deutliche Unterschiede zu einem Ameisenbären erkennen können.

Sicherheitshalber folgen nun eine Reihe ausgewählter Bilder um allen genannten Tieren gerecht zu werden.